FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · 3 CP (aus SWS geschätzt) · Angeboten in WiSe 2026/27, SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Europas Parteiensysteme sind fragmentierter und polarisierter geworden, rechtspopulistische Parteien sind vielerorts dauerhaft etabliert. Das Seminar untersucht, wie diese Entwicklungen den Parteienwettbewerb verändern und welche strategischen Handlungsspielräume für etablierte und neue Parteien bestehen. Wir fokussieren insobesondere auf drei miteinander verbundene Fragen: Hilft es Mainstreamparteien, Positionen der radikalen Rechten zu übernehmen, oder stärkt diese „Accommodation“ vor allem das Original? Welche elektoralen, institutionellen und normativen Folgen hat ein cordon sanitaire – von geringeren Koalitionschancen über Legitimationssignale bis zu möglichen Mobilisierungs- und Polarisierungseffekten? Und wann wird programmatische Gegnerschaft zu affektiver Polarisierung, also zu wechselseitiger Abneigung zwischen politischen Lagern? Wir verbinden dabei klassische Ansätze der Parteienforschung mit aktuellen vergleichenden Studien und Survey-Experimenten. Das Seminar wird die Studierenden auch in die Lage versetzen eigenständige empirische Forschung zu diesen und anderen Themen durchzuführen.
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