FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Thema dieses Seminars ist die Rolle grenzüberschreitender Standards im Regieren jenseits des Staates. Der Begriff des Standards wird hier in einem weiten Sinn verstanden und geht über den Bereich der Marktregulierung hinaus, mit dem er traditionell assoziiert wird. Standards sind politische Steuerungsinstrumente, die bestimmte Handlungsoptionen nahelegen und andere verschließen. Nicht alle Standards sind rechtlich verbindlich und dennoch steuern sie Akteursverhalten oft in einem erstaunlichen Maß. Gegenstand von Standardisierung sind nicht nur technische Produkte und Dienstleistungen. Längst werden auch Verfahren wie Stakeholder-Beteiligung, Evaluationen oder Rankings standardisiert. Im ersten Teil des Seminars werden wir uns auf der Basis des aktuellen Forschungsstands mit Verfahren der Setzung, der Durchsetzung und der Revision grenzüberschreitend wirksamer Standards befassen. Den zweiten Teil dieses Seminars werden die Studierenden selbst thematisch gestalten. In Arbeitsgruppen werden sie einen empirischen Fall der Standardsetzung und -durchsetzung vorstellen, der unseren Lebensalltag prägt. Im Rahmen dieser Seminarsitzungen sollen auch Praktiker*innen ins Seminar eingeladen werden.
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
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