FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · 3 CP (aus SWS geschätzt) · Angeboten in WiSe 2026/27, SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Das Seminar untersucht Computational Thinking als transformative Kraft für die Kulturerbeforschung, die kuratorische Praxis und die Arbeit in Kulturinstitutionen. Unter Computational Thinking wird die Anwendung computergestützter Logik, algorithmischen Denkens und datenorientierter Ansätze zur Problemlösung verstanden. Diese Ansätze haben Kulturinstitutionen grundlegend verändert und beeinflussen, wie Objekte und Sammlungen digitalisiert, bewahrt und interpretiert werden. Der Kurs behandelt die theoretischen Grundlagen des Computational Thinking, seine erkenntnistheoretischen Implikationen sowie die disziplinären Spezifika im Zusammenhang mit den Heritage Studies und den Geisteswissenschaften. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Anwendungen künstlicher Intelligenz im GLAM-Sektor – also in Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen. Ziel des Kurses ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, wissenschaftliche Debatten kritisch zu analysieren, unterschiedliche Ansätze des auf das Kulturerbe angewandten Computational Thinking zu synthetisieren und fundierte Positionen zu Fragen der Computerisierung, Automatisierung und Implementierung künstlicher Intelligenz zu formulieren. Ein zentrales Anliegen besteht darin, die Vorteile, Nachteile, Grenzen und ethischen Herausforderungen zu verstehen, die entstehen, wenn Wissen über das Kulturerbe computational formalisiert wird. Kritische Diskussionen unterstützen die Entwicklung eigenständigen Denkens in unterschiedlichen Kontexten computerbasierter Praktiken im Umgang mit Kulturerbesammlungen. Durch angeleitete Lektüre, moderierte Diskussionen und verschiedene Formen der Reflexion setzen sich die Studierenden mit unterschiedlichen Perspektiven auf Computational Thinking und dessen Auswirkungen auf Infrastrukturen, Praktiken und Forschungsansätze im Kulturerbe auseinander. Zugleich entwickeln sie eigene Positionen innerhalb dieser Debatten.
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
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