FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Annotation Dieser Kurs führt in praktische Ansätze von Open Scholarship in den Geisteswissenschaften ein, mit besonderem Fokus auf Open Data, Open Tools und Open Methods. Er verfolgt einen praxisorientierten Ansatz und verbindet praktische Übungen mit kritischer Reflexion darüber, wie Offenheit Forschungspraktiken und Wissensproduktion beeinflusst. Die Studierenden arbeiten mit offen zugänglichen geisteswissenschaftlichen Sammlungen, darunter offene Kulturerbe-Datensätze, digitale Archive sowie Open-GLAM-Sammlungen (Galleries, Libraries, Archives, Museums). In angeleiteten Übungen untersuchen sie, wie Daten recherchiert, bereinigt, angereichert, analysiert, dokumentiert, geteilt und wiederverwendet werden können – im Einklang mit Prinzipien wie FAIR (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) und CARE (Collective Benefit, Authority to Control, Responsibility, Ethics). Ein zentraler Bestandteil des Kurses ist die Arbeit mit GitHub als Infrastruktur für offene und kollaborative Forschung. Die Studierenden lernen, Repositories zu erstellen und zu verwalten, Änderungen nachzuvollziehen, Arbeitsprozesse mithilfe von README-Dateien und Markdown zu dokumentieren und Forschungsergebnisse transparent und reproduzierbar zu veröffentlichen. Der Kurs führt in grundlegende Programmierpraktiken ein, insbesondere das Lesen und Anpassen einfacher Code-Beispiele (vor allem in Python und Jupyter Notebooks), das Verständnis dessen, was Code leistet, sowie dessen Einsatz zur Bereinigung, Analyse und Dokumentation geisteswissenschaftlicher Daten. Vorkenntnisse im Programmieren sind nicht erforderlich; erwartet wird jedoch die Bereitschaft, Code als Forschungsinstrument aktiv zu nutzen. Im Kurs wird mit frei verfügbaren Plattformen, Repositories und Tools für Datenzugang, Transformation, Analyse und Veröffentlichung gearbeitet. Die Sitzungen kombinieren Tutorials, Demonstrationen sowie individuelle und Gruppenarbeit. Jede Sitzung endet mit einer strukturierten Reflexionsphase, in der die Studierenden die praktischen Implikationen von Offenheit kritisch diskutieren: wie Infrastrukturen Wissen strukturieren, wie Dokumentation Transparenz schafft und wie technische Entscheidungen beeinflussen, was sichtbar oder wiederverwendbar wird. Der Kurs lädt dazu ein, über die Nutzung offener Ressourcen hinauszugehen und Offenheit aktiv als Forschungsstrategie zu praktizieren. Im Verlauf des Semesters entstehen kleinere, aber tatsächlich offene Forschungsergebnisse. Zentrale Themen Open Access zu Quellen und Sammlungen Open Data und Datennachnutzung Offene Metadaten und Standards Offene Methoden und Reproduzierbarkeit Offene Tools und Forschungsinfrastrukturen Offene Lizenzen und Urheberrecht Kollaborative und partizipative Forschungspraktiken Transparenz in Dokumentation und Arbeitsprozessen
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
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