FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Beim Theodizee-Problem geht es um die Frage, ob sich die Existenz eines allgütigen, allwissenden und zugleich allmächtigen Gottes mit dem Übel, dem Bösen und dem Leid in der Welt vereinbaren lässt. Erste prägnante Formulierungen und Erörterungen dieses Problems finden sich bereits in der Antike, doch hat sich in Moderne und Gegenwart – bedingt zum einen durch das verheerende Erdbeben von Lissabon (1755) und zum anderen durch die humanitären Katastrophen des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Schoah – eine erhebliche Intensivierung und Zuspitzung der Theodizee-Debatte ergeben. Im Seminar befassen wir uns zunächst mit einigen klassischen Lösungsversuchen (vor allem mit demjenigen von Leibniz), wenden uns dann der Theodizee-Diskussion im 20. Jahrhundert zu und nehmen schließlich auch einige zeitgenössische Ansätze genauer in den Blick.
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