FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Am Beispiel der Apologie des Sokrates und des weltberühmten Symposions führt das Proseminar in zentrale Aspekte sokratisch-platonischen Philosophierens ein. Dabei wird die literarische Form der Dialoge ebenso berücksichtigt wie ihre systematischen Problemstellungen und die in ihnen entwickelten Argumente und Argumentationsformen. In der Apologie, Sokrates’ Verteidigungsrede vor dem attischen Volksgericht im Jahr 399 v. Chr., als er wegen Gottlosigkeit und Verführung der Jugend angeklagt und schließlich zum Tode verurteilt wurde, stellen sich Fragen nach Wahrheit, Selbstprüfung und öffentlicher Verantwortung des Philosophierens. Im Symposion, dessen festlich gestimmte Teilnehmer Reden zu Ehren des Gottes Eros halten, geht es um hierarchisch gestufte Konzepte der Liebe, um den Status mythologischer Rede sowie um die Möglichkeit philosophischer (Ideen-)Erkenntnis. Inwiefern beide Werke als "früh" gelten können und welche interpretatorischen Fragen mit dieser Einordnung verbunden sind, werden wir ebenfalls diskutieren. Ziel der Lehrveranstaltung ist die ihrerseits dialogische Einübung einer textnahen, argumentationsanalytisch präzisen Lektüre klassischer Texte. Griechischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht erforderlich.
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
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