FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · 5 CP · Angeboten in WiSe 2026/27, SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Klimawandel und Biodiversitätsverlust konfrontieren die Menschheit langfristig vermutlich mit den größten Herausforderungen. Gleichwohl ist undeutlich, wie darauf politisch reagiert werden kann und sollte. Dabei geht es nicht allein um die Frage geeigneter politischer Maßnahmen. Es stellen sich vielmehr auch Fragen nach der Struktur politischer Institutionen und das Selbstverständnis des Politischen selbst. So werden Forderungen erhoben, auch nicht-menschliche Natur in den politischen Raum einzubeziehen oder zukünftige Generationen in der Gegenwart politisch zu repräsentieren. Zudem geht es um Fragen nach der Möglichkeit globaler Regierungsformen, der Gewinnung von entsprechender Handlungsfähigkeit oder das Verhältnis von Natur, Technik und Politik. Es geht also um Grundfragen der Politischen Philosophie, auch auf der Grenze zu philosophischer Anthropologie, Sozialphilosophie, Naturphilosophie, Geschichtsphilosophie und Ethik. Wenn diese Diagnose zutrifft, dann kann man fragen, wie die ökologischen Herausforderungen sich zu denjenigen fundamentalen Diskussionen verhalten, die seit der Antike in der Politischen Philosophie diskutiert wurden. Die Vorlesung wird sich daher nicht auf spezifische Fragen von Umweltpolitik konzentrieren, sondern vielmehr anhand klassischer Texte Grundfragen der Politischen Philosophie im Hinblick auf ihre Relevanz für die politische Bedeutung der ökologischen Herausforderungen diskutieren.
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