FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Was bedeutet es, dass ein Wort etwas bedeutet? Diese Frage beschäftigt die Philosophie seit der Antike — durch die Entwicklung großer Sprachmodelle (LLMs) ist sie auf eine neue Weise dringlich geworden. Das Seminar führt zunächst in die klassischen Positionen der Sprachphilosophie ein: Freges Sinn-Bedeutungs-Unterscheidung, Wittgensteins Gebrauchstheorie, Saussures Zeichenbegriff, Gadamers Hermeneutik, Grices Sprecherbedeutung. Auf dieser Grundlage werden moderne sprachtechnologische Verfahren — Kollokationsanalyse, Word Embeddings, Transformer-Modelle — in ihrer philosophischen Dimension untersucht: (Wie) kann Bedeutung numerisch repräsentiert werden? Wie funktionieren Vektorraum-Modelle eigentlich? Haben LLM-Outputs genuinen semantischen Gehalt? Und wie verhalten sich diese sprachtechnologischen Modell eigentlich zu den philosphischen Theorien der Sprache?
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