FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · 5 CP · Angeboten in WiSe 2026/27, SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Technik ist im alltäglichen Denken oft mit geschlechtlichen Zuschreibungen besetzt. Frauen wird technische Kompetenz häufig schon im Vorhinein abgesprochen — Technik sei eben Männersache. Auch in der Arbeitswelt scheint sich diese Trennung zu bestätigen: MINT-Berufe sind bis heute überwiegend von Männern besetzt. Sogenannte "Frauenberufe" hingegen werden nicht als technisch verstanden. Spätestens mit der Verbreitung der Computertechnologie seit den 1980er Jahren beginnt die feministische Forschung, diese vermeintliche Selbstverständlichkeit genauer zu untersuchen. Das Seminar verfolgt diese Debatte chronologisch von ihren Anfängen bis zu aktuellen Entwicklungen. Dabei versuchen wir gemeinsam, Struktur in die verschiedenen theoretischen Ansätze zu bringen. Über eine Einordnung in unterschiedliche Denkstile — etwa gesellschaftskritisch-materialistische, konstruktivistische und neomaterialistische — arbeiten wir heraus, was die einzelnen Ansätze jeweils zeigen können und wo ihre Grenzen liegen. So wird zugleich sichtbar, ob und wie sich das Feld theoretisch verschoben hat. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Grundlage ist die gemeinsame Textarbeit; verschiedene Methoden der aktiven Beteiligung sollen dabei den Einstieg erleichtern.
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