FB02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ganz persönlich scheint uns Geld sehr zu beschäftigen. Das schlägt sich etwa in einer Fülle von Meinungen, Theorien und eine Unzahl an Bonmonts über das Geld nieder. Und so wissen wir: "Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts". Geld erscheint unerlässlich für den Lebensunterhalt, als Ausdruck von Vermögen, Gradmesser von Einkommen und Ungleichheit, zur Bestimmung von Werten, wie für die Art, in der wir in der modernen Weltgesellschaft Transaktionen über Waren und Dienstleistungen durchführen. Und doch ist da soziologisch bedeutend mehr zu sehen, als nur die Funktion des Geldes, Werte auszudrücken, zu erhalten oder Tauschprozesse abzuwickeln. So hat Geld neben ökonomischen, im hohem Masse symbolische Funktionen und symbolisiert etwa einen fragilen Zusammenhang von Möglichkeiten und Unsicherheiten, wenn wir in den Wechsel von Besitzverhältnissen eintreten. Im Seminar wird es daher nicht in erster Linie um die "Geldwirtschaft" und ihre sozialen Folgen und auch nicht um Kapitalismuskritik, sondern darum gehen, welche Form von Sozialität, welches Miteinandersein und welche sozialen Beziehungen möglich werden, wenn man mit Geld kauft.
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