FB03 Humanwissenschaften · Angeboten in SoSe 2026
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Mode und Globalisierung – FASHION AND EDUCATION Das Seminar nimmt Mode als Vermittlungspraxis in den Blick. Es untersucht Mode im komplexen Spannungsfeld zwischen Globalisierung und subversiven Widerstandspraktiken. Zunächst werden wir uns in einem ersten Schritt an grundlegende Begriffe der Kunst- und Modepraxis annähern, wie der Collage und Bricolage, um zu zeigen, wie durch Fragmentierung und Neuanordnung tradierte Rollenbilder und Machtstrukturen dekonstruiert werden können. In einem zweiten Schritt werden wir Arbeiten der Künstlerinnen Corina Gertz und Hannah Maria Schmutterer als Ausgangspunkt nehmen: Die Fotografien von Gertz setzen sich mit der Typologie von Trachten im globalen Kontext auseinander, während die textilen Bildcollagen von Schmutterer Stoff mit Poetik und Weiblichkeit verbinden. Gertz thematisiert die Tracht als visuelles Kommunikationssystem, das kulturelle und regionale Zugehörigkeit unmittelbar lesbar macht. Schmutterer zeigt, wie Kleidung als Medium der Erinnerung fungiert und narrative Räume eröffnet. Im Seminar untersuchen wir an diesen Beispielen etwa die Verkörperung von Geschichte/n durch den Stoff, das Kleid als narratives Medium, Identität in einer globalisierten Welt. Die Künstlerin Hannah Maria Schmutterer wird im Seminar mit den Studierenden einen zweiteiligen Workshop durchführen, der theoretische Reflexion und praktische Arbeit eng miteinander verschränkt. Im Seminar sollen dementsprechend kulturwissenschaftliche Analyse und Vermittlungspraxis verbunden werden. Als Projektergebnis entwickeln die Teilnehmer:innen Digitorials zu den Themen im Seminar, also digitale Vermittlungsformate, die auf der Webseite für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Workshop I: Materialität & Gedächtnis Im ersten Teil bringen die Teilnehmerinnen eigene Stoffe, Kleidungsstücke oder textile Fragmente mit, die mit persönlichen, biografischen oder familiären Erinnerungen verbunden sind. Ausgehend von einer gemeinsamen Reflexion über die mitgebrachten Materialien - ihre Herkunft, ihre Gebrauchsspuren, ihre emotionalen und narrativen Einschreibungen - werden diese Stoffe als Träger von Geschichten lesbar gemacht. Die Studierenden beschreiben, erzählen und kontextualisieren ihre Materialien schriftlich. Workshop II: Die textile Collage Im zweiten Teil werden die Textilien fragmentiert, neu kombiniert und mit der Nähmaschine, in Handarbeit zu eigenständigen textilen Bildcollagen verarbeitet. Durch das Zerschneiden, Neuanordnen und Zusammensetzen entstehen neue visuelle und narrative Zusammenhänge. Der Akt der Collage fungiert dabei als künstlerische Praxis der Transformation: Persönliche Erinnerungen werden in eine neue Form überführt.
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
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