FB03 Humanwissenschaften · Angeboten in WiSe 2025/26
Für diesen Kurs wurden noch keine Noten gemeldet.
Notenverteilungen kommen herein, sobald jemand, der den Kurs belegt hat, den Notenspiegel mit installierter TUPlan-Erweiterung öffnet.
Noch keine Bewertungen — mach den Anfang.
Deine Bewertung hängt an einer zufälligen ID in diesem Browser. Kein Konto, nichts, was dich identifiziert.
Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein zentraler Raum gesellschaftlicher Aushandlungen. Lehrkräfte übernehmen dabei die Verantwortung, Bildungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung entgegenzuwirken. Für viele Schüler*innen sind jedoch Erfahrungen von Ausgrenzung und Benachteiligung Teil ihres Alltags – insbesondere für Sinti und Roma, die in Deutschland seit Jahrhunderten von Antiziganismus betroffen sind. Das Seminar richtet sich an Lehramtsstudierende für Berufliche Schulen und nimmt das Spannungsfeld zwischen Bildungsauftrag und gesellschaftlicher Ungleichheit in den Blick. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was ist Antiziganismus, und wie wirkt er historisch wie gegenwärtig in Schule und Gesellschaft? Wie können Lehrkräfte Diskriminierung erkennen und ihr im schulischen Alltag begegnen? Welche didaktischen Ansätze fördern Teilhabe und Anerkennung im Klassenzimmer? Neben der Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Dimensionen des Antiziganismus arbeiten die Teilnehmenden praxisorientiert: Es werden kleine Lerneinheiten entwickelt, die sich für den Einsatz an Beruflichen Schulen eignen. Dabei geht es sowohl um die Vermittlung von Wissen als auch um die Förderung von Reflexion und Empathie bei Schüler*innen. Ein besonderer Bestandteil des Seminars ist die Teilnahme an einer Tagung zum Thema „Schule und Antiziganismus“, die am 29.10.25 im Justus-Liebig-Haus in Darmstadt stattfindet und vom Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma veranstaltet wird. Die Tagung bietet den Studierenden die Möglichkeit, Expert*innen aus Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft zu begegnen und aktuelle Diskurse kennenzulernen. Methodisch verbindet das Seminar Input, Diskussion, Textarbeit und praktische Übungen. Ziel ist es, die zukünftigen Lehrkräfte für antiziganistische Strukturen zu sensibilisieren, Handlungskompetenz im Umgang mit Diskriminierung zu stärken und konkrete Materialien für die schulische Praxis zu entwickeln.
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
Zum Stundenplan hinzufügen