FB03 Humanwissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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In diesem Seminar entwickeln Lehramtsstudierende in Kleingruppen praxisorientierte Lerneinheiten zu den Themen Antiziganismus und/oder Anti-Schwarzer Rassismus, die zum Abschluss des Semesters an Schulen erprobt werden. Ziel ist es, zentrale Grundlagen diskriminierungskritischer Bildung exemplarisch an diesen beiden Formen von Rassismus zu erarbeiten und dabei intersektionale Perspektiven systematisch einzubeziehen. Studierende setzen sich mit historischen Kontinuitäten, gegenwärtigen Erscheinungsformen sowie gesellschaftlichen Machtverhältnissen auseinander und reflektieren deren Bedeutung für schulische Bildungsprozesse. Das Seminar beginnt mit einer 1,5-tägigen Blockveranstaltung (24. und 25. April), die in Kooperation mit Amaro Drom e.V., Diaspora Policy Interaction und dem Verband Deutscher Sinti und Roma - Landesverband Hessen durchgeführt wird. Amaro Drom e.V. (“Unser Weg”) ist eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma, die jungen Menschen durch Empowerment, Mobilisierung und Selbstorganisation Räume für politische und gesellschaftliche Beteiligung eröffnet. Diaspora Policy Interaction (DPI) ist eine Organisation, die zu Fragen von Diaspora, Rassismus und politischer Teilhabe arbeitet und Bildungs- sowie Beratungsformate im Bereich Anti-Schwarzer Rassismus anbietet. Der Verband Deutscher Sinti und Roma - Landesverband Hessen ist eine aus der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma 1980/1981 hervorgegangene Interessenvertretung der in Hessen lebenden Deutschen Sinti und Roma. Die Blockveranstaltung führt grundlegend in die Themenfelder Antiziganismus und Anti-Schwarzer Rassismus ein und verortet diese im Kontext intersektionaler Macht- und Ungleichheitsverhältnisse. Der Workshop ist interaktiv angelegt und verbindet fachliche Inputs mit Reflexions- und Austauschräumen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Lehrpersonen und Workshopleitenden in diskriminierungskritischen Bildungsprozessen, insbesondere hinsichtlich eigener Positionierungen, Verantwortlichkeiten und Handlungsspielräumen. Im Anschluss an die Blockveranstaltung entwickeln die Studierenden in Kleingruppen eigenständige, schulform- und altersgerechte Lerneinheiten. Dieser Prozess wird fachlich begleitet und umfasst Konzeptionsberatung, didaktische Reflexion sowie Feedbackschleifen. Die anschließende Durchführung der Lerneinheiten an kooperierenden Schulen erfolgt ebenfalls begleitet und wird gemeinsam ausgewertet. Das Seminar verbindet wissenschaftliche Grundlagen, praxisnahe Entwicklung und schulische Erprobung. Es eröffnet angehenden Lehrkräften einen reflexiven Zugang zu diskriminierungskritischer Bildung und stärkt ihre professionelle Handlungskompetenz im Umgang mit Antiziganismus und Anti-Schwarzem Rassismus im schulischen Kontext. Die durchgängige Teilnahme an der Blockveranstaltung ist obligatorische Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Seminars.
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