FB03 Humanwissenschaften · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Die Moderne hat ein paradoxes Verhältnis zum Körper ausgeprägt: Im Rahmen einer zunehmend auf Fortschritt, Technologie und Virtualität eingestellten Gesellschaft wird der Körper einerseits als Makel gesehen – als ein Verhängnis, das schwitzt, stinkt, krank wird und stirbt. Andererseits gerät der Körper dann in den Blick, wenn Menschen sich auf Sinnsuche begeben und ihre organische Materialitätsbasis als unvermittelte Erlebnisinstanz entdecken. Mit dem Sport hat sich ein Sozialbereich ausdifferenziert, in dem die verdrängte Körperlichkeit kompensiert, nach eigenen Sinnprinzipien aufgegriffen und demonstrativ zur Schau gestellt wird. Im Seminar wird der soziologische Blick auf den Sport und seine vielfältigen Formen der Thematisierung, Inszenierung, Zuschreibung und Sozialisation des Körpers geworfen. Am Beispiel u.a. des riskierten Körpers, des Muskel-Körpers, des Kapital-Körpers, des diversen Körpers und des dicken Körpers sollen ganz unterschiedliche Phänomene an der Schnittstelle von Sport, Körper und Gesundheit ausgeleuchtet und auf ihre sozialen Bedingungen analysiert werden.
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