FB15 Architektur · Angeboten in SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Problemstellung/Kontext Wie kann gute Architektur und Gestaltung mit Modularität, reversibel gefügten Bauteilen und industrieller Vorfertigung erreicht werden? Diese Frage beschäftigt Architekt:innen seit den frühen Tagen der Industrialisierung und gewinnt durch digitale Fabrikation und computerbasiertes Entwerfen neue Bedeutung. Der große Bedarf an Wohnraum bei gleichzeitig schrumpfenden Ressourcen bildet die gesellschaftliche Dimension des Themas. Die Architekturgeschichte hat eine Reihe von Ansätzen hervorgebracht. Konrad Wachsmann, Walter Gropius, Miguel Fisac, Jean Prové, Kengo Kuma, Gilles Retsin haben sich zu unterschiedlichen Zeiten mit dem modularen Bauen beschäftigt. Struktur des Entwurfs Zu Beginn arbeiten die Studierenden in Kleingruppen mit der Reverse Engineering-Methode an modularen Bausystemen der Architekturgeschichte. Beim Erstellen von digitalen und physischen Modellen (3D Druck, Gussteile, Spannkabelkonstruktionen) erarbeiten sich die Teilnehmenden ein tiefes Verständnis der jeweiligen Systeme. Aus der Reflexion dieser Prototypen entwickeln die Studierenden eigene Forschungsfragen, die im Semester in den Entwurf einer Konstruktionsmethode münden – samt architektonischem Szenario. Konstruktionssysteme entwerfen Die vielfältigen Systeme aus der ersten Phase dienen als Inspirationsquelle und Startpunkt für die individuellen Entwürfe von neuartigen modularen, reversibel gefügten Konstruktionssystemen. Teilnehmende werden eingeladen, die neuen digitalen Möglichkeiten zu nutzen, um das Thema voranzutreiben oder ganz neu zu denken. Am Ende sollen mit einem System mindestens zwei unterschiedliche architektonische Konstruktionen entstehen, die die Idee von Montage, Demontage und Remontage (in veränderter Konfiguration) demonstrieren.
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