FB15 Architektur · 3 CP (aus SWS geschätzt) · Angeboten in WiSe 2026/27, SoSe 2026, WiSe 2025/26
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Die fortschreitende Urbanisierung führt zu einem wachsenden Bedarf an Wohnraum in den Städten. Angesichts des hohen Nachverdichtungsdrucks bei gleichzeitiger Knappheit an Boden und endlichen Ressourcen bietet die vertikale Erweiterung der Stadt anstelle ihrer weiteren horizontalen Ausdehnung ein besonderes Potenzial. Für den überwiegend aus mineralischen Baustoffen wie Mauerwerk und Beton errichteten Bestand bieten sich leichte Konstruktionssysteme zur Erweiterung an. Insbesondere Holz und andere biogene Baustoffe ermöglichen gewichtssparende und ressourcenschonende Aufstockungen. Das Verhältnis zwischen massivem Bestand und leichter neuer Konstruktion wird dabei zu einer zentralen architektonischen und konstruktiven Fragestellung. Anhand einer kurzen Recherche und Analyse werden exemplarisch die Schnittstellen zwischen Bestand und Erweiterung untersucht und die wechselseitigen Beziehungen zwischen Konstruktion, Typologie auf das architektonischem Ausdruck herausgearbeitet. Darauf aufbauend ist in einem Entwurf das Vorhandene nicht als Begrenzung, sondern als Ressource zu entdecken und aus dem Dialog von Bestand und Ergänzung ein neues Ganzes zu denken. Dabei sind die im Forschungsprojekt KLIWO entwickelten Bauweisen die konstruktive Grundlage die zur eigenen tektonischen Ordnung führen. Das Seminar vermittelt Grundlagen für den architektonischen und konstruktiven Umgang mit der Aufstockung von Bestandsgebäuden und ein vertieftes Verständnis typologischer und konstruktiver Lösungsansätze bis in das gestaltprägende Detail.
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