FB15 Architektur · 3 CP (aus SWS geschätzt) · Angeboten in WiSe 2026/27, WiSe 2025/26
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Genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnprojekte sind mehr als alternative Modelle der Wohnraumversorgung. Sie verbinden Fragen von Raum, Eigentum, Teilhabe und Nachbarschaft und können damit zu wirksamen Bausteinen einer gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung werden. Ihre Innovationskraft liegt nicht allein in neuen Wohnformen, sondern in den Schnittstellen zwischen Haus, Gemeinschaft und Stadt. Das Seminar fragt, wie kooperative Wohnprojekte räumliche, soziale und organisatorische Beziehungen zum Quartier herstellen. Untersucht werden Gemeinschaftsräume, Erdgeschosszonen, Höfe, Schwellenräume, Trägerschaftsmodelle, Formen der Selbstverwaltung und nachbarschaftliche Angebote. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die idealisierende Betrachtung einzelner Projekte, sondern die kritische Analyse ihrer tatsächlichen Quartierswirkung: Wo öffnet sich ein Wohnprojekt zum Umfeld? Welche Ressourcen werden geteilt? Welche Räume bleiben intern, welche werden stadtwirksam? Ausgehend von kuratierten Fallstudien werden Projektprofile, Quartierskarten, Akteursdiagramme und Innovationsmatrizen erarbeitet. Die Ergebnisse werden in einem gemeinsamen „Atlas kooperativer Quartiersbausteine“ zusammengeführt. Das Seminar ist als forschungsorientierte Werkstatt angelegt und verbindet architektonische Analyse, städtebauliche Lesart und methodische Reflexion. Ziel ist es, übertragbare Prinzipien für zukünftige Entwurfs- und Planungsaufgaben im Spannungsfeld von Wohnen, Gemeinwohl und Quartiersentwicklung zu formulieren.
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