FB20 Informatik · Angeboten in SoSe 2026
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Im Falle eines Cybervorfalls wie einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS), einer weit verbreiteten Malware-Infektion oder einer Datenpanne müssen Unternehmen schnell handeln, um den Betrieb aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen und das Vertrauen der Stakeholder zu bewahren. Dieser Kurs befasst sich mit den Konzepten der Entscheidungsfindung bei der Vorbereitung auf und Reaktion auf Cybervorfälle. Der Schwerpunkt dieses Kurses liegt auf rationaler Entscheidungsfindung. Rational bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die getätigten Investitionen und ergriffenen Maßnahmen sowohl effektiv als auch effizient sein sollten. Wie wir noch sehen werden, haben einige regelmäßig ergriffene Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit keine nachgewiesene Verhältnismäßigkeit. Wir werden das Konzept der Sicherheitskette heranziehen, um zu ermitteln, welche Investitionen in die Vorbereitung effektiv und effizient sind. Ein weiteres Kernkonzept ist die Nutzung von Resilienz in Unternehmen. Wir diskutieren drei miteinander verbundene Konzepte: einen resilienten Cyber-Entscheidungsprozess, eine resiliente Cyber-Entscheidung und eine Cyber-Resilienz-Leistung. Wie wir zeigen werden, ist die Beziehung zwischen diesen drei Konzepten nicht trivial. Auf der Grundlage der Prinzipien der naturalistischen Entscheidungsfindung (NDM) zeigen wir, dass ein resiliente Cyber-Entscheidungsprozess während Cybervorfällen die Antizipation und Überwindung inhärenter Mängel in der Entscheidungsfindung erfordert, was zwar theoretisch machbar ist, sich für Fachleute unter starkem Zeitdruck und Unsicherheit jedoch als schwierig erweist. Der Kurs stützt sich darüber hinaus auf die Interaktion der Studierenden mit ihrer Gastorganisation, für die die Studierenden eine Empfehlung zu verhältnismäßigen Cybersicherheitsrichtlinien verfassen (siehe „Prüfung”), sodass die Studierenden einen Einblick in die praktische Cybersicherheit erhalten.
Kein Prüfungstermin veröffentlicht.
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